Der Preis einer Krawatte hängt von der Materialbeschaffenheit und ihrer Verarbeitung ab. Die hochwertigsten und kostbarsten Krawatten werden noch immer von Hand bedruckt, zugeschnitten und genäht.
Die Produktion einer handgefertigten Krawatte erfolgt in vierzig Arbeitsschritten. Sie wird in mehreren Lagen zugeschnitten. Dabei ist es wichtig, auf das Muster zu achten, zum Beispiel auf den vertikalen oder diagonalen Streifenverlauf. Seit 1920 wird der Stoff diagonal zur Längslinie in einem Winkel von 45 Grad verarbeitet. Diese Zuschnittart ermöglicht der Krawatte mehr Elastizität und sie kann sich nach der Verarbeitung nicht mehr verziehen. Der Begründer dieser Technik ist der New Yorker Schneider Jesse Langsdorf.
Die meisten Krawatten bestehen aus drei Teilen. Dabei wird der Oberstoff um die Formeinlage gefaltet, dann auf der Rückseite geheftet und anschließend von links zusammengenäht. Nach dem Wenden wird die Krawatte sorgfältig ausgebügelt und das Etikett angenäht. Krawatten werden in der Regel an den beiden Enden mit Acetatstoff oder im hochwertigen Bereich mit Seide gefüttert. Wichtig bei einer hochwertig verarbeiteten Krawatte sind das zurückspringende Futter und die richtige Einlage. Von der Einlage hängt nämlich der korrekte Sitz einer Krawatte ab. Dies sorgt für einen hohen Tragekomfort und dafür, dass sich die Krawatte besser aushängt. Besonders arbeitsaufwendig sind die so genannten "siebengefalteten Krawatten". Sie bestehen nur aus einem quadratischen Seidentuch (100 Prozent Seide) ohne Einlage, dessen Diagonale die Länge der Krawatte bestimmt. Dieses Tuch wird dann siebenfach gefaltet und anschließend vernäht, bis es so schmal ist, dass man es als Krawatte binden kann.
Exklusive Krawattenhersteller in Deutschland sind zum Beispiel Ascot, Otto Kern, Edsor Kronen, Joop und Laco. Zu den internationalen Marken gehören zum Beispiel Hugo Boss, Windsor, Duke, Gay Laroch, Bea Barton oder Ermano.